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Am 9. und 10. November 2007 veranstalteten wir in Kooperation mit den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer unter dem Titel „Nationalsozialismus, KZ-System,
KZ Wöbbelin“.

An den historischen Orten der Verfolgung können Spuren der Vergangenheit sichtbar und wahrgenommen werden. Hier bieten sich Anknüpfungspunkte zur Verständigung über Ausgrenzung und ihren Folgen, zur Diskussion über Menschenrechte und Zivilcourage, über Handlungsspielräume und Eigenverantwortung und dem Ringen um ein demokratisches Selbstverständnis. Dies waren Ausgangspositionen für die Wahl des Themas und des Ortes.
In einer Diskussionsrunde ging es zunächst um die Problematik des Übergangs vom kommunikativen zum kulturellen Gedächtnis. Darin begründet sich auch die gestiegene Bedeutung der Pädagogik, um Brücken in die Vergangenheit zu bauen sowie Formen der zukünftigen inhaltlichen und kulturellen Erinnerungsarbeit anbieten zu können.
Weiterhin wurden, ausgehend von einer kurzen theoretischen Einführung in die Arbeit mit Quellen, an praktischen Beispielen Vorschläge für den Unterricht in den Fächern Geschichte und Deutsch vorgestellt, vor allem zu den Themen KZ-System und Judenverfolgung.
In einem anschließenden Workshop konnten Ideen und Erfahrungen des Projektes Schulen/Gedenkstätten des Landkreises Ludwigslust aufgegriffen und für die Erarbeitung von Materialien für die Klassenstufen 5 bis 8 und für fächer- und klassenübergreifende Projekte genutzt werden. Hervorgehoben wurde noch einmal der regionalgeschichtliche Aspekt. Im Mittelpunkt standen die Geschehnisse zwischen 1933 und 1945 im Landkreis und in der Stadt Ludwigslust sowie die Erziehung zu Toleranz, Akzeptanz anderer Kulturen und Religionen und Demokratie.
Diese Fortbildung wird im Februar 2008 fortgesetzt.
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