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Der Verein ist 1996 als „Projektgruppe Gedenkstättenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern“ entstanden und von Beginn an eine staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung. Damit sind seine beiden Haupt-Arbeitsfelder benannt:
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Beratung des Landes und aller im Bereich der Gedenkstätten aktiven Vereine, Initiativen und Einzelpersonen in Fragen der Gedenkstättenarbeit einerseits;
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Bildungsarbeit vor allem im außerschulischen und außerbetrieblichen Bereich für Jugendliche und Erwachsene andererseits.
Im Lauf des knappen Jahrzehnts unseres Bestehens haben wir erheblich dazu beigetragen, die Gedenkstättenaktivitäten im Land miteinander zu vernetzen. In landesweiten Konferenzen und Fachseminaren sowie durch daraus entstehende Veröffentlichungen fand eine zunehmende Verständigung untereinander statt, die auch zur Zusammenarbeit untereinander führte. Von Anfang an bedeutete „Vernetzung“ aber auch, das Land mit der Gedenkstättenarbeit im Bund und darüber hinaus in Kontakt zu bringen.
Nach den Jahren des Aufbaus des Netzwerkes der aktiven Gedenkstättenarbeit im Land ist der wichtigste Arbeitsbereich der Gegenwart die „Netzpflege“. Sie besteht insbesondere darin, das Netz der historischen Orte von Unterdrückung, Verfolgung und Widerstand für eine lebendige gesellschaftliche Erinnerung sichtbar zu halten.
In der Bildungsarbeit machen wir Angebote nach allen Seiten: In die Initiativen hinein und im Rahmen von deren Bildungsarbeit, in Kooperation mit anderen Bildungsträgern und den politischen Stiftungen, in Zusammenarbeit mit den Opfern von Unterdrückung, im Dialog mit KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, ebenso aber auch auf dem „freien Bildungsmarkt“ und vor allem mit großem Interesse an einer möglichen Zusammenarbeit mit den Schulen im Land.
Voraussetzung für diese Aktivitäten ist auch eine teilweise intensive Forschungstätigkeit, die unseren Arbeitsfeldern und –zielen entspricht. Wir brauchen sie auch, um qualifiziert beraten, Kenntnisse zu vermitteln und mitarbeiten zu können.
Die Mittel für unsere Arbeit erhalten wir aus dem Landeshaushalt im Rahmen der üblichen Projektförderung für freie Träger. Dazu bekommen wir fallweise Fördermittel für gesonderte Einzelprojekte z. B. von Stiftungen oder der Landeszentrale für politische Bildung. – Die u. a. auch in der Satzung des Vereins benannten Ziele unserer Arbeit sind im Kern:
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Teilnahme an der gesellschaftlichen Arbeit der Erinnerung an die NS-Diktatur und an die DDR
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Arbeit gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sowie gegen eine falsche, vergangenheitsverklärende „Ostalgie“ und gegen alle totalitären, fundamentalistischen und gewaltorientierten Tendenzen und Strömungen in Politik, Öffentlichkeit und Kultur
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Stetige Fortführung der Verständigung über die Weitergabe der Erinnerung in allen Bereichen des täglichen Lebens, speziell hinsichtlich des Umgangs mit den Diktatur-Opfern
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Beteiligung am internationalen Dialog und Diskurs über die Diktaturen des 20. Jahrhunderts sowie der Gegenwart und deren Folgen in Europa, vor allem in neu aufgenommenen Mitgliedsländern der EU in Mittel- und Osteuropa.
Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir die Unabhängigkeit als ein freier Träger, damit wir unbehindert von behördlicher Einbindung und dadurch erzwungener Zurückhaltung im Konfliktfall auch kritikfähig und glaubwürdig bleiben.
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