Unsere Projektarbeit

Politische Memoriale führt Projekte zu verschiedenen Weiterbildungsthemen durch. Sie sind ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Durch vielfältige Schwerpunkte gelingt es uns, in den Projekten aktuelle und grundlegende Themen der politischen Bildung aufzugreifen und umzusetzen.

So haben wir in dem Projekt „Der Zug von Sülstorf“, welches in den Jahren 2013-2014 lief, gemeinsam mit dem Gymnasium Strahlendorf und der Gedenkstätte Wöbbelin  die Schicksale ehemaliger Häftlinge  der KZ-Aussenlager Wöbbelin und Helmstedt/Beendorf und insbesondere die Situation der über 4.000 Häftlinge, die in etwa 60 Güterwaggons  auf einem Nebengleis in Sülstorf 3 Tage vegetieren mußten und später zum Teil in Wöbbelin und Umgebung befreit wurden.

„Das Eigene und das Fremde“ hieß ein Projekt, welches ebenfalls 2013 – 2014 lief, sich mit der Nachbarschaft von Polen und Deutschen, der Geschichte dieser Nachbarschaft und Fragen von Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung beschäftigte und gemeinsam von Jugendlichen aus Schwerin und Borne Sulinowo umgesetzt wurde.

Gemeinsam mit Verdi Forum Nord und weiteren EU-Partnern aus dem Ostseeraum führte Politische Memoriale das EU-Projekt „Kalter Krieg und Leben mit der Grenze im Ostseeraum – Friedensbewegungen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs“ durch.
Ziel des Projektes war es, zur Verbreitung und zum Austausch von Zeugnissen und Erlebnisberichten jener Jahre beitragen, einen Erfahrungsaustausch zu den Fragen der Vermittlungsarbeit an historischen Orten zur Geschichte des Kalten Krieges zu organisieren und die internationale Netzwerkarbeit im Ostseeraum mit voranbringen.

Angeregt durch einen Beschluss der Schweriner Stadtvertretung vom Juni 2013 begaben sich Jugendliche verschiedener Schulen  im Rahmen eines Stadtgeschichtsprojektes auf Spurensuche nach Freiheitsbestrebungen in der Stadt Schwerin im 19. und 20. Jahrhundert. Ziel war es, den liberalen Bewegungen und Ereignissen nach den napoleonischen Kriegen bis zur friedlichen Revolution 1989 Erinnerungszeichen zu setzen.
Dank der Förderung im Rahmen des Programms Zeitensprünge sind wir mit der Realisierung in 2014 gestartet. Herausgekommen sind Stationen für einen Geschichtspfad, der Personen und Ereignisse der Geschichte, die in diesem Zusammenhang stehen, vorstellt. Allerdings nimmt die Produktion und das Anbringen der Tafeln noch einige Zeit in Anspruch, weshalb das Projekt 2015 fortgeführt werden soll.